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Fastenzeit – gut für die Beziehung?




Schon mal „Köderfasten“ probiert?


Klaus kommt zum Pferd, das Pferd gähnt, was sagt Klaus? „Ich langweile ihn“.

Eine typische Reaktion im sozialen Miteinander!

Vielleicht der irritierende Blick des Gegenübers – vielleicht ein Gähnen in der Teamrunde oder der Blick aufs Handy und in mir reagiert „ES“. In Millisekunden kommt meine Reaktion.


Meine Wahrnehmung und Interpretation führen zu einer emotionalen Reaktion. Das kann ein wütender Blick sein, eine Augenbraue, die hochgezogen wird, eine patzige Antwort oder ein innerlicher Rückzug …

Diese kleinen Auslöser nennen wir Köder. Köder deshalb, weil „ES“ in mir entscheidet den Köder zu „fressen“.

Warum das so ist, hat mit meiner individuellen Biografie zu tun. Jedenfalls gibt es Köder, bei denen ich zuschnappe. So wie Klaus das Gähnen als Köder genommen und entsprechend seiner Biografie das auf sich bezogen hat: „das Pferd langweilt sich durch mich“. Das „ES“ in mir, gibt mir da keine Freiheit. „ES“ schnappt zu.

Was passiert dann im Sozialen? Wenn da kein Pferd steht, sondern ein Mensch? Für den anderen ist das oftmals schwer zu verstehen. Die Antwort ist dann gerne „das habe ich doch nicht so gemeint“ oder „du bist aber auch empfindlich“ oder „leg doch nicht alles auf die Goldwaage oder „nimm dich mal nicht so wichtig“. Alles typische Köder-Reaktionen. Mein Köder schmeckt dem anderen offensichtlich.


Woran merke ich, dass ich einen Köder gefressen habe?

Meistens an der Schnelligkeit meiner Antwort. Zwischen Reiz und Reaktion passt dann kein „Blatt Papier dazwischen“. Ich merke es auch daran, dass ich mich rechtfertige (siehe Sprüche oben) oder dem anderen versuche meine Welt zu erklären. Ich könnte auch eine Verstimmung in mir spüren, denn der Köder hinterlässt seine Spuren. Im Kopf beginnt ein Zwiegespräch zwischen mir und dem gefressenen Köder.


Warum denn Köderfasten?

Dein Gewinn ist FREIHEIT! Ich habe die Freiheit zu reagieren, wie ich will. Ich gebe den Rahmen vor, in dem ich reagiere. Ich bestimme die Bedingungen und ich entscheide, statt es dem “ES“ in mir zu überlassen.


Das Pferdecoaching schafft Situationen, die Auslöser für „ES-Reaktionen“ sind, also Köder. Klar und neutral zeigen die Pferde was unstimmig ist. Wir reflektieren als Coaches dann mit Dir was da gerade passiert ist. Du spürst sofort im Körper wie die Köder verdaut werden.

Beim nächsten Mal sagt Klaus vielleicht beim Gähnen des Pferdes:

„Ach so, es entspannt sich gerade.“



Wenn Du Lust hast Deine Köder zu erforschen und warum Du an bestimmten Stellen immer wieder zuschnappst, obwohl Du weißt, dass es ein Köder ist, freuen wir uns auf Deine Fastenzeit mit uns und unseren Pferden.

 
 
 

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