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  • senta.wolf

Innere und zwischenmenschliche Räume gestalten


Wie fühlst Du Dich, wenn Du mit jemandem etwas besprechen willst? Wenn Du die Person physisch siehst. Aber innerlich ist sie abwesend. Wie nennst Du diesen Raum?

Oder Du willst über ein Thema sprechen und plötzlich kommt es zu einem „Schlagabtausch“, ein Wort gibt das andere. Was ist das für ein Raum?

Oder Dich bewegt etwas, Du erzählst von Dir und der andere öffnet in sich den Raum für Dich. Er hört zu und Du fühlst Dich danach ganz glücklich. Was ist das für ein Raum?


Dieser Raum hat mit Dir zu tun, mit Deinen Erwartungen, Wünschen und Bedürfnissen. Dein Raum hat zu tun mit Deiner Klarheit, Deinem Willen, Deinem Ego, Deiner Offenheit, Deiner Freiheit im Denken und Fühlen.

Raum „schaffen“ ist für uns der Beginn einer Beziehung, entweder zu mir selbst oder zu anderen. Ich habe also eine Verantwortung für den Raum. Der Raum will eine „Antwort“ auf eine Frage, der Raum will einen Gestaltungsimpuls.





Ich spreche z.B. von meiner Verantwortung als Trainerin, wenn ich mit einer Gruppe in einem Raum arbeite. Dazu brauche ich neben der Kenntnis des physischen Raumes, seiner Beschaffenheit, Attraktivität etc. eine Wahrnehmung, was energetisch spürbar ist, um für und mit der Gruppe „Raum halten“ zu können. Ich brauche also eine Wahrnehmung in mir, was es bedeutet, Raum zu schaffen und Raum zu halten.


In unserer Arbeit mit Pferden und Klienten sagen wir immer, dass es die Aufgabe des Menschen ist, den Raum mit dem Pferd zu gestalten.


Das Pferd will mich lesen, es braucht meine Klarheit und Eindeutigkeit, damit es sich auf meine Impulse einlassen kann. Viele Pferde gehen übrigens auch in den Widerstand und viele „Pferdemenschen“ fühlen sich dann schnell hilflos und überfordert.


So ist es auch in der zwischenmenschlichen Beziehung. Jeder ist für seine innere Klarheit, Ausrichtung und sein Ego selbst verantwortlich. Diese Form der Führung ist nicht delegierbar. Meine Erwartung, wenn ich Zeit für einen Raum zur Verfügung stelle, ist ein Ergebnis. Ich will mich danach besser fühlen als vorher, in dieser Zeit muss etwas passieren, denn ich habe mich und meine Präsenz in diesen Raum gegeben.

Wir vergleichen das mit dem Tanzen. Da geht es um Führen und Folgen. Und vor allem muss es freiwillig sein, sonst sind wir im Kampf.


Raum gestalten heißt also „freiwilliges Folgen bewirken“.

Ich ermögliche mit meinen Impulsen, dass der andere folgt, um dann seine Impulse, seine Gedanken einzubringen, denen ich wiederum folgen kann. Wir tanzen zusammen in diesem Raum und bestimmen, was wir tanzen. Manchmal versucht der eine den anderen zu überzeugen, manchmal gelingt es und manchmal nicht.


Diese Art zu tanzen kann man üben. Wir üben mit unseren Pferden, denn sie sind unsere Lehrmeister in unserem Training. Durch die Pferde üben wir Achtsamkeit und Präsenz für den Raum. Die Wachsamkeit für unseren inneren Raum, für unser Unbewusstes und für unser Bewusstes.


Wie erlebst Du inneren und zwischenmenschlichen Raum? Wie übst Du den Beziehungsraum zu gestalten?



Hast Du Lust diese bewusste Erfahrung mit unseren Coaching-Pferden zu erleben?

Dann empfehle ich Dir unsere Workshops im April.


Viele Grüße


Katja









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